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Ramadan

der 9. Monat im Islamischen Kalender

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Ramadan

Ramadan (auch Gottesmonat genannt) ist der Name des 9. Monats im Islamischen Kalender (354 Tage). Eine der sogenannten fünf Säulen des Islam ist das Fasten in diesem Monat. 

Das Fasten der Muslime beschränkt sich auf den Zeitraum zwischen der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang. In dieser Zeit wird weder gegessen noch getrunken. Man achtet mehr als sonst darauf, sich gänzlich von Sünden freizuhalten. Dazu gehört es auch, nichts Verwerfliches anzuschauen, nichts Schlechtes zu reden, auf nichts Böses zu hören und nichts Verabscheuungswürdiges zu tun. 

Im Abend wird das Fasten für einige Stunden gebrochen. Häufig wird im Rahmen von Familie und Freunden eine warme Mahlzeit zubereitet. Zwei Stunden nach Sonnenuntergang gibt es noch ein spezielles freiwilliges Gebet, das Tarawîh-Gebet, welches viele Muslime in den Gebetsräumen der Moscheen gemeinsam verrichten.

Die Zeit des Fastens ist eine Zeit der Besinnung auf Gott. Vom Fasten ausgenommen sind Menschen, die einen gesundheitlichen Schaden erleiden könnten, wie Kranke und alte Menschen, Schwangere, stillende Mütter.  Soweit es dem Einzelnen möglich ist, müssen die versäumten Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Ebenso ist es üblich, dass in diesem Monat viel gespendet wird und die Muslime ihre Zakât (eine Armenspende welche sich am Vermögen orientiert) bezahlen.

Da der islamische Kalender 354 Tage hat, verschiebt sich der Monat Ramadan jeweils um 10 bzw. 11 Tage pro Jahr nach vorne. Somit durchlebt ein Muslim im Laufe seines Lebens den Winter mit kürzeren Tagen wie auch den Sommer mit langen Tagen, die das Fasten schwieriger machen.

Das Ende der Fastenzeit ist am ersten Tag des darauffolgenden Monats Schawwal. Bereits an den letzten Tagen des Ramadan werden die ersten Vorbereitungen getroffen. Das Haus wird gesäubert, viele Menschen kehren zurück in ihre Heimat, um dieses Fest mit Eltern und Familie zu verbringen. Nach einem besonderen Festgebet und gegenseitigen Glückwünschen beginnt das dreitägige Fest des Fastenbrechens, das Ramadanfest.

Zahlreiche Besuche der jüngeren bei den älteren, ein gemeinsames Mahl mit vorwiegend süßen Speisen stärken den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl.

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